Aktuelles

Von Wahrheiten und Fake News

Achtsamkeitsimpuls März 2020: Corona erinnert uns daran, dass wir immer noch Teil und nicht Herrscher der Natur sind. Vielleicht ist es überraschend, dass nicht die Trumps dieser Welt und menschengemachte Kriege das Treiben der Menschen auf der ganzen Welt ausbremsen, sondern ein mikroskopisch kleiner Virus. Das sollte uns bescheidener machen. Aber die Natur ist nicht nur die größte Bedrohung sondern gleichzeitig auch einer der wichtigsten Kraftquellen, um uns für die anstehenden riesigen Herausforderungen zu wappnen. Der Achtsamkeitsimpuls wirbt dafür, sie zu nutzen.

Online MBSR-Kurs ab 8.4.

Die Coronakrise verändert unseren Alltag, auch in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monaten. Die täglichen Belastungen sind immens und vielfältig: Einsamkeit, räumliche Enge, Sorgen um die eigene Gesundheit und die von Angehörigen, existenzbedrohliche finanzielle Engpässe … Wir alle müssen sehen, dass wir damit zurecht kommen. Jeder auf seine Weise. Dabei kann Achtsamkeit einen großen Beitrag leisten. Sie ist jedenfalls eine gute Möglichkeit, um sich zu stabilisieren, sich weniger von Angst und Sorge übermannen zu lassen und Zuversicht, Gelassenheit und Vernunft zu stärken, ohne die Dramatik der Geschehnisse klein zu machen. Da im Moment und vermutlich auch in den nächsten Wochen, vielleicht sogar Monaten Präsenzkurse nicht stattfinden können, habe ich mich entschlossen, einen Online-MBSR-Kurs anzubieten. Dank der technischen Möglichkeiten im Internet können  MBSR-Online-Kurse weitgehend genauso durchgeführt werden wie Präsenzkurse. Man sitzt zwar alleine am Rechner, sieht und hört aber die anderen und wird von ihnen gesehen und gehört, fast so als wären alle in einem Raum zusammen. Natürlich fehlt die erlebbare räumliche Nähe. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Online-MBSR-Kurse weitgehend genauso funktionieren und wirken können, wie Präsenzkurse.

Von Wahrheiten und Fake News

Achtsamkeitsimpuls Februar 2020: Oft wissen oder ahnen wir, dass wir uns etwas vormachen, wenn wir nicht sehen möchten, wie die Dinge wirklich stehen. Es ist nicht leicht, sich einzugestehen, dass es so wie bisher nicht einfach weitergeht, vielleicht weil die Beziehung marode ist, die Kinder aus dem Haus sind, die Arbeit nur noch überfordert oder keinen Spaß mehr macht. Es gibt viele Gründe, warum Veränderungen anstehen. Und es gibt genauso viele Gründe, warum wir das nicht wahrhaben wollen. Der Achtsamkeitsimpuls bietet eine kleine Übung, um der Akzeptanz der gegenwärtigen Situation und damit einer Veränderung etwas näher zu kommen. 

Vertrauen entspannt

Achtsamkeitsimpuls Januar 2020: Unser modernes Weltbild suggeriert uns, dass unser Einfluss auf unser Leben sehr groß ist und wir eigentlich nur wollen müssen, um die Dinge in unserem Sinn zu verändern oder gar in den Griff zu kriegen. Meistens ist unser Einfluss aber kleiner als wir glauben. Wenn wir genau hinsehen, dann stellen wir fest, dass wir meistens nicht alleine verantwortlich sind, wenn es schief läuft und auch nicht, wenn es super läuft. Zufälle, günstige oder ungünstige Umstände, Entscheidungen und Handlungen von anderen, die gar nichts mit uns zu tun haben oder auf die wir keinerlei Einfluss haben, spielen genauso mit wie Sympathien oder Antipathien, die wir auch nicht in der Hand haben. Doch beim täglichen Kampf um eine eine gute Zukunft für uns, nehmen wir das nicht so ernst und glauben gerne, dass unser Wohl und Wehe nur an uns hängt. Der Achtsamkeitsimpuls bietet eine Übung, um sich dessen bewusster zu werden, sich nicht zu überfordern und die Zukunft etwas lockerer anzugehen.

Ergebnisse Forschungsstudie "achtsam studieren"

Die Ergebnisse des Forschungsstudie „achtsam studieren“ an der Hochschule Darmstadt liegen jetzt vor. Sie zeigen eindrücklich die Wirksamkeit von Achtsamkeit als Weg zur Stressreduktion auch in einem obligatorischen Kontext.

Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Die Studie wurde mit allen Studierenden eines 3. Semester in drei verschiedenen Studiengängen durchgeführt. Um zu prüfen, ob ein Achtsamkeitstraining als Teil des normalen Regelstudiums funktionieren kann, konnten sich die Studierenden nicht freiwillig für das Achtsamkeitstraining melden, sondern wurden per Losverfahren den Trainingsgruppen oder den Kontrollgruppen zugeordnet.

Hier ein Video zur Forschungsstudie:

Denn wir wissen nicht, was wir tun.

Achtsamkeitsimpuls Dezember 2019: Achtsam reden ist eine Herausforderung. Denn unser verbaler Autopilot bestimmt in den meisten Fällen, was wir sagen. Innehalten oder Denken vor dem Reden ist eher selten. In den meisten Fällen ist das auch kein Problem. Nur manchmal, wenn wir bereuen, was wir gesagt haben und unsere Rede Folgen hat, die wir gerne nicht tragen würden. Der Achtsamkeitsimpuls von Dezember bietet eine kleine Übung, um etwas bewusster reden zu lernen, um weniger bereuen zu müssen, weniger sich und andere zu verletzen und weniger zu plappern.

Unsere alltägliche Talkshow

Achtsamkeitsimpuls November 2019: Gespräche sind immer ein Platz des Redens, aber viel seltener Raum des Zuhörens. Das Bedürfnis, sich darzustellen und zu beeindrucken, ist oft stärker als das Interesse zuzuhören. Aneinandervorbeireden, Unterbrechen und Übertreiben zeugen von dem heute fast unersättlichen Hunger danach, wahrgenommen und bestätigt zu werden. Und natürlich bleiben gerade in solchen Gesprächen die Bedürfnisse aller unbefriedigt, wenn niemand wirklich zuhört.
Paradoxerweise hat aber gerade das Zuhören, eine viel stärkere Kraft, Verbundenheit, Verständigung und Bestätigung herzustellen. Der Achtsamkeitsimpuls bietet eine Übung, die helfen kann, diese wunderbare Kraft des Zuhörens zu erleben und zu üben.

Waldbaden, ein analoges Abenteuer

Achtsamkeitsimpuls Oktober 2019: Waldbaden scheint eine neue Kuh, die durchs Dorf getrieben wird. Selbst wenn es so ist, lohnt es sich, sich die Sache genauer anzusehen. Die positive Wirkung des Waldes ist wissenschaftlich nachgewiesen. Der Achtsamkeitsimpuls bietet eine Anleitung für eine Waldbadeübung, die erholen und verblüffen.